Die Schwitzhütte

Die Schwitzhüttenzeremonie

Schwitzhütteklein

Ein kuppelförmiges Weiden- bzw. Haselnußgerüst wird mit Decken abgedeckt. Im Feuer erhitzte, rot glühende Steine werden in ein Loch im Zentrum der Schwitzhütte gelegt. Im Kreis um die Steine sitzen die Teilnehmenden und reinigen in vier Runden Körper, Verstand, Herz und Seele.

Die Schwitzhütte ist ein kraftvolles, uraltes Reinigungs- und Heilungsritual. In verschiedenen Formen waren und sind Schwitzrituale in allen Kulturen der Welt bekannt. Mit der Zeit wurden sie zunehmend auf den körperlichen und gesell-schaftlichen Aspekt reduziert. Ursprünglich wurde der Mensch mit all seinen Verbindungen, seinem ganzen Sein einbezogen. Feuer, Dunkelheit, Nacktheit, Hitze, Gesang, Gemeinschaft, Gebete, Meditation und Grenzerfahrungen sind starke Anstöße und können tiefgehende Veränderungen bewirken. Hitze und Dunkelheit werden dabei zum Katalysator für innere Prozesse. Die Schwitzhütte befriedigt die Sehnsucht nach Grenzerfahrung und vermittelt gleichzeitig eine tiefgehende Geborgenheit. So kann eine weitreichende Entlastung von altem Ballast, Gefühlen, belastenden Gedanken und Erlebnissen statt finden. Eine Schwitzhüttenzeremonie hilft das Gefühl der Isolation aufzulösen, um so die Verbundenheit mit Allem wieder erfahren zu können. Wie neu geboren verlassen alle den dunklen Bauch von Mutter Erde, wieder offen für das (kommende) Leben.